Newsletter / Ausgabe Mai 2022

METAL-NEWS

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Endlich Mai, denn dann wird immer alles irgendwie besser. Das Wetter wird besser, die Menschen sind gefühlt glücklicher und man kann endlich die vielen über den Winter eingemotteten Band-Shirts wieder rausholen. Und passend dazu stehen endlich auch
wieder mehr Konzerte auf dem Plan, auch in Oldenburg und auch in Sachen Metal. Und wenn dann auch noch die ersten Festivals wieder ihre Pforten öffnen, sind wir wieder voll in unserem Element. Viel Spass und möge der Mai mit euch sein!
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Endlich wieder "Headcrash"

Für viele Fans härterer Musik in Oldenburg war über viele Jahre lang das „Headcrash Festival“, das jährlich am 2. Oktober im Amadeus stattfand, eine feste Größe. Hier traten immer eine Handvoll spannender Bands aus Oldenburg aber auch von sonst woher auf und so ziemlich jeder, der sich der Oldenburger Metalszene zugehörig fühlte, tauchte hier irgendwann am Abend auf.

Seit einigen Jahren gibt es dieses schöne Event leider nicht mehr. Umso erfreulicher war jedoch die Nachricht, dass das Team vom gleichnamigen „Friseursalon headcrash“ rund um Inhaber und Musiker Marcus Rastetter nun mit „headcrash concerts“ erneut metallische Klänge ins Amadeus holen will.

Nach coronabedingter Verschiebung findet nun endlich am 07. Mai das erste „Headcrash-Konzert“ seit einer gefühlten Ewigkeit statt. Mit den beiden Oldenburger Bands BY A STORM und KARLOFF gibt es für für alle Fans von Hardcore, Punk ordentlich was auf die Mütze und zudem hoffentlich einen ersten Vorgeschmack auf viele weitere Konzerte in dieser Reihe.

Schon gewusst? Im Friseursalon Headcrash gibt es regelmäßig kleinere Konzerte bzw. kulturelle Veranstaltungen. Ein Blick auf den Event-Kalender lohnt sich.

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Album des Monats

Einmal im Monat wollen wir euch an dieser Stelle ein von einem unserer Mitglieder individuell ausgewähltes "Album des Monats" präsentieren. Dieses mal stammt der Beitrag von Manni, der eine außergewöhnliche Thrash Metal Band aus Chile entdeckt hat, die seine musikalische Welt auf den Kopf gestellt hat. Alle Alben des Monats findet ihr auf unserer Webseite.

Band: Mental Devastation
Album: The Delusional Mystery of the Self Part 1 
Erscheinungsjahr: 2021
Genre: Progressive Thrash Metal
Link: Bandcamp

Erst im Dezember und damit fast zu spät dafür, meine Wahl zur Scheibe des Jahres 2021 noch einmal zu revidieren, verpassten "Mental Devastation" mit ihrem zweiten Album "The Delusional Mystery of the Self Part 1" meiner Realität einen gehörigen Riss.
Musik ist Erlebnis. Schubladen und Vergleiche, Worte und Gedanken, Abstraktionen und Konzepte können naturgemäß keine einzige Erfahrung auch nur entfernt wiedergeben. Aber irgendwie muss ich euch ja ins Boot holen. Wir reden also von Progressive Thrash, Bay Area Style. Auch wenn Frisco vom chilenischen Aufnahmeort geographisch weiter entfernt ist als Oldenburg von Bangkok. Es handelt sich aber eben NICHT um eine weitere Eskapade südamerikanischer Halbstarker, die unter dem Gewicht ihrer Nieten und Munitionsgurte kaum anders können, als abermals Slayer nachzueifern...
Nee. Mit der genialen Intro von Felipe (Guitarre) und Matías (Guitarre, Keyboard) geht es von der ersten Sekunde an zurück zum Anfang der 90er. Ihr Beitrag ist bald liebevoll mystisch wie bei Despair, bald kaltblütig und technisch wie bei Testament. Die hohen Noten aus Alejandros Fretless Bass klingen sicher nicht ganz unabsichtlich nach Watchtower, aber dann - als der Auftakt jäh abbricht - schreit der Knabe mir seine ganze wahnhafte Selbstauflösung direkt in den Geist und Nicolas (Drums) explodiert mit einer hasserfüllt stampfenden, geradezu Atheist-ischen Schießerei. Die mentale Verwüstung lässt nicht den geringsten Zweifel mehr daran, worum es ihr hier geht: Hochintelligenter und detailstrotzender Thrashmetal, der auch beim zehnten Durchhören noch Überraschungen offenbart. Mit "The Abyss" schließlich machen die Jungs einen weiteren Punkt in Sachen Riff- (Coroner!) und Songwriting und mich damit endgültig zum Fan.

"READ through pages of suffering
TORMENT made flesh will terrify
LIES Ignorance
I now will repair my insights

RISE from the darkest dreams i've ever had
PASS the gates to recognize
DARK paths were build
DAYS were shaping memories
That led ourselves through the trauma!"

Zeilen wie diese spuckt mir Alejandro hier im Maschinengewehrtakt entgegen wie der blutgeifernde Werwolf Gmork (die Verkörperung der Lüge), der gerade der Anwesenheit seines Todfeindes Atréyu (der Phantasie) gewahr geworden ist. Und zwar ohne Unterlass - bis auch ich endlich meine Einsichten repariere. Nämlich dass natürlich da kein Selbst ist, nicht einmal ein mysteriöses. Schubladen und Vergleiche, Worte und Gedanken, Abstraktionen und Konzepte sind leer und ohne Realitätsgehalt, und das was mir wie ein von der Welt da draußen getrenntes eigenes Wesen zu sein scheint, ist nichts als bloße Dimensionierung universellen Bewusstseins, das sich anders nicht selbst bewusst würde... Okay, für's Erste sollte es genügen, sich zwar auf den dritten Release der Chilenen zu freuen, aber nicht namentlich auf "Part 2" dieses Albums, welches mit seinem Titel so auch die menschliche Natur egoistischer Erwartung und Ungeduld verhöhnt, zu warten. Zumindest nicht in diesem Leben.

Veranstaltungen im Mai 2022:

06. Mai: Wucan, Deaf Lizard | Oldenburg, Cadillac
07. Mai: By a Storm, Karloff | Oldenburg, Amadeus
07. Mai: Bitume, Drunken Motorcycle Boy | Oldenburg, Flänzburch
07. Mai: Hell over Halen "The Awakening" Open Air | Halen
20. Mai: Daily Thompson | Oldenburg, Cadillac
20-21. Mai: Nacken Knacken Open Air | Neudörpen


Alle Veranstaltungen und weitere Infos findet ihr in unserem Veranstaltungskalender.

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Hellpower Spotify-Playlist

Über unsere Spotify-Playlist "Hellpower Oldenburg proudly presents" bieten wir eine stetig anwachsende Playlist mit Bands, die in irgendeiner Weise mit Hellpower Oldenburg im Zusammenhang stehen. In der Regel haben sie auf einer unserer Veranstaltungen live gespielt oder werden dies in Zukunft tun. Auch Bands aus der Rubrik "Album des Monats" kommen, sofern verfügbar, mit auf die Liste. Die Mischung ist entsprechend vielfältig. Reinhören lohnt sich!

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